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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Wie ein „ungeborenes Kind“ sieht die abgebildete Person, welches dramatische Leiden ihr auch widerfährt, nicht gerade aus. Insofern ein klassischer Missgriff. Aber man ist sich ja zu nichts zu Schade, um künftigen Eltern Schrecken einzujagen.
Ansonsten: „Ungeborene Kinder“ gehört eigentlich zum Vokabular der Abtreibungsgegner, korrekt wären Begriffe wie Embryo oder Fötus. Aber auch Grüne und „Linke“, sonst gerne dogmatisch, nehmen das in diesem Fall gern in Kauf, solange es gegen die Raucher geht.

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Nicht gerade „tongue in cheek“, diese Abbildung, um die Angelsachsen zu zitieren, von denen die Antiraucherpropaganda meistens kommt. Wer da weshalb ein Problem hat, Raucher, Nichtraucher oder sonstwas, geht aus dem Bild nicht hervor. Aber es soll nun mal der Eindruck entstehen, dass der Genuss einer Zigarette, Zigarre oder Pfeife Derartiges mit sich brächte. Und der Verzicht führt zur Seligkeit. Wer’s glaubt. Apropos Zunge: Dieselbe Weltgesundheitsorganisation (WHO), die die Tabakbekämpfung (Tobacco Control) weltweit koordiniert – und damit auch die Ekelbilder – sieht auch bei Fleisch wie Innereien potentielle Krebsgefahr.

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demoschild_web„Gerade die Ekelbilder dienen primär einem einzigen Zweck: der Angstmache. Jetzt soll sich durch Brechreiz und Schocktherapie der Erziehungseffekt einstellen, den all die schriftlichen Warnhinweise und „Aufklärungskampagnen“ bei den letzten unbelehrbaren Rauchdelinquenten nicht erreichen konnten. […] Mit diesem neuen Politikmodus geht ein gigantisches Umerziehungs- und Entmündigungsprogramm einher, bei dem Brüssel das europäische Epizentrum ist.“

Johannes Richardt, Redaktionsleiter des Magazins „Novo“

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Von diesen ganzen Bildern stumpft man langsam ab. Immerhin ist das „Raucherbein“ durch die Schockbilder zurück. Früher standardmäßig immer erwähnt als kleiner Bruder des Lungenkrebses, hatte es zuletzt an Prominenz eingebüßt. Vielleicht, weil es gar nicht so sehr direkt mit dem Tabakgenuss, sondern eher mit Diabetes und Fettstoffwechselstörungen zu tun hat? Man spricht übrigens auch von der „Schaufensterkrankheit“, insofern gehören auch Schaufenster zur Gruppe der Betroffenen.
Da Diabetes als einer der Hauptrisikofaktoren für das sogenannte „Raucherbein“ gilt: Werden solche Fotos demnächst auch auf Medikamentenpackungen für Diabetiker erscheinen? Nein, natürlich nicht. Die Pharmaindustrie, in den letzten 25 Jahren wesentlicher Finanzier der Anti-Raucher-Hetze nimmt doch keine Nachteile in Kauf, sondern will sich bereichern. An Nikotinmitteln (Kaugummis, Pflaster usw.) wie auch Psychopharmaka, die in einer zunehmenden nichtrauchenden Gesellschaft immer reißenderen Absatz finden. Nicht umsonst hat mal jemand die Zigarette als das „Psychopharmakon des kleinen Mannes“ bezeichnet.

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Das wäre natürlich eine Katastrophe. Womöglich entsteht so ein neuer Albert Einstein, ein neuer Helmut Schmidt oder wieder eine Coco Chanel. Das geht gar nicht. Am besten man sterilisiert alle Raucher, wie früher die Alkoholiker im Dritten Reich. So entsteht eine schöne neue Nichtraucherwelt.
Man will Eltern mit aller Macht das Rauchen verleiden. Es gibt aber auch Kinder, die gerade wegen des Rauchens der Eltern nie anfangen und solche, die trotz Nichtrauchereltern später zur Tabakware greifen. Siehe: homosexuelle Kinder heterosexueller Eltern. Nun ist es in den meisten westlichen Kreisen erfreulicherweise keine Schande mehr, einen schwulen Sohn oder eine lesbische Tochter zu haben, aber jetzt sind Raucher die Ausgegrenzten.
Nicht selten werden auch die Kinder von Lehrern, Architekten, Dicken oder Juden zu ebensolchen. Wen stört’s? Natürlich die Anhänger der „tabakfreien Welt“, die nicht eher ruhen wollen, bis der letzte Raucher vom Antlitz dieses Planeten verschwunden ist. Den Gesundheitsministern, der WHO und nicht zuletzt der Pharmaindustrie soll man gefälligst nichtrauchenden Nachwuchs schenken. Ihr könnt uns mal.

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Foto: Lewis Hine (1874-1949)

„Der Durchschnitts-verbraucher wird die Bilder genauso ignorieren wie die Texte, und der ästhetisch anspruchsvolle Raucher hat ja längst die Hilfsmittel, um auch dieser neuesten Zumutung zu entgehen. Freilich bleibt das Kopfschütteln, mit welchen Albernheiten sich die Eiferer für die ‚tabaklose‘ Welt abgeben, finanziert natürlich aus Steuermitteln, die kaum ein europäischer Bürger ihnen aus freien Stücken gönnen würde.“

Prof. Dr.-Ing. habil. em. Günter Ropohl, ehemaliger Lehrstuhlinhaber für Allgemeine Technologie und Fachautor

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Perfider Trick: Viel halten die halten die helle Lunge für die „saubere“ eines Nichtrauchers und die dunkle für die „verschmutzte“ eines Rauchers. Die Wahrheit sieht anders aus: „Diese Schock-Lungen, die immer gezeigt werden oder auch auf den Zigarettenpackungen abgebildet werden, das gibt es so nicht, nein“, sagt Prof. Michael Tsokos, Chef der Rechtsmedizin an der Charité. „Es gibt keine Raucherlunge. Die Lunge von einem, der 20, 30 Jahre lang geraucht hat, sieht genauso aus wie von einem, der sein Leben lang an der Autobahn oder in Berlin gewohnt hat.“
Übrigens hat man für derartige Ekelfotos schon Schweinelungen genutzt. Die Manipulation kennt keine Grenzen. Und so schlecht können die Lungen von Rauchern doch nicht sein, wenn man sie erfolgreich in Nichtraucher transplantiert…
Dennoch bleibt die Lunge der Damen und Herren Tabakfeinde liebste Obsession. Geht sie aber nichts an, denn: „Meine Lunge gehört mir!“.

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Wer weiß, wo man diesen Kauleistenträger aufgegabelt hat. Viele Ärzte sind an Nebenverdiensten immer interessiert, und vielleicht kursieren solche Bilder ja auf einem speziellen Schwarzmarkt. Unter dem Titel „Smoking Teeth“ findet man übrigens Warnungen vor Amalgamplomben im Mund. Hat aber mit Tabak nichts zu tun.
Hier scheint eher die Zahnhygiene zu fehlen als dass viel geraucht wurde. Da bringt einem die bravste Enthaltsamkeit nichts, wenn meilenweit keine Zahnbürste in Sicht ist. Vielleicht sollte die EU diese Person aufspüren und ihr lebenslang Zahncreme spendieren? Wäre jedenfalls eine sinnvollere Ausgabe als die ganzen Ressourcen, die in die Tabakbekämpfung fließen.

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Romano Grieshaber: Passivrauchen – Götterdämmerung der Wissenschaft, Publikom Z, Kasel 2012, ISBN 978-3-00-037605-4

„Als Präventionsfachmann muss ich Ihnen sagen, dass das ehrenwerte Ziel, mit solchen Mitteln aus möglichst vielen Rauchern glückliche und gesunde Nichtraucher zu machen, auf diese Weise gar nicht erreicht werden kann. […] Gleichzeitig werden ihnen dazu noch potentiell krankmachende Botschaften vermittelt, denn dass Angst vor Krankheit selbst ein Krankheitsauslöser sein kann (sogenannter „Nocebo-Effekt“) und dass dasselbe auch für die soziale Isolation gilt, in die Raucher wissentlich getrieben werden sollen, um sie damit unter Druck zu setzen, Nichtraucher zu werden, ist ebenfalls längst nachgewiesen.“

Prof. Dr. med. Romano Grieshaber, ehemaliger Leiter der Prävention und Forschung der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN)

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Erkenntniswert des Bildes: null. Wer da warum operiert wurde, bleibt im Unklaren. Und erst recht die möglichen Auslöser des behandelten Zustands.
Der Text stellt eine unbewiesene Behauptung auf. Vielleicht sind bis zu 90 Prozent der Betroffenen Raucher, aber das Verhältnis der Risikofaktoren (Gene, Radonstrahlung, offenbar auch Kohle- und Stahlindustrie, evtl. sogar zu viel Sauerstoff) ist unklar und der eigentliche Auslöser auch. Siehe etwa Metastasierung von anderen Krebsarten (mit wieder anderen Risikofaktoren) in die Lunge.
Keine Frage: Immer noch sterben zu viele an Lungenkrebs Erkrankte. Hätte man in den letzten Jahrzehnten nicht die vielen Milliarden für die Bekämpfung des Rauchens ausgegeben, hätte man sie in bessere Behandlung von Patienten und medizinischen Fortschritt investieren können – statt in gesellschaftlichen Rückschritt durch die Hexenjagd auf Tabakgenießer mit der ganzen Propaganda.

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Die toten Augen von Brüssel sind blind für die Selbstbestimmung der Raucher und die Gestaltungsfreiheit der Packungsanbieter. Wie dieses Motiv deutlich vor Augen führt.
Tragisch ist, wenn Blindheit dazu führt, sich nicht mehr selbst eine Zigarette anzünden zu können. Das widerfuhr der Französin Jeanne Calment, die deshalb im Alter von 119 Jahren mit dem Rauchen aufhörte, knapp 100 Jahre, nachdem sie damit angefangen hatte. Da sie im Alter von 122 Jahren starb, blieben ihr die EU-Tabakproduktrichtlinien mit ihren Ekelbildern und dem Inhaltsstoffe-Verbot erspart.
Freilich gibt es Risiken wie die Makuladegeneration und Raucher sollten das im Auge behalten. Viel degenerierter allerdings ist die Tabakpolitik der Obrigkeit, insbesondere der EU, die Ekel auf Raucher verbreitet und in ihrer Widerlichkeit ein Spiegel der Seele derjenigen scheint, die solche Maßnahmen durchsetzen.

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Édouard Manet: Der Raucher (1866), Minneapolis Institute of Arts

„An Ihren Statistiken bin ich nicht interessiert. Ich habe mir Ihren ganzen Stapel genommen und mir damit die Pfeife angezündet. […] Sie betrachten die Angelegenheit sehr einseitig. Sie verschließen Ihre Augen vor der Tatsache, dass die meisten alten Männer in Amerika rauchen und Kaffee trinken, obwohl sie – Ihrer Theorie zufolge – jung gestorben sein müssten.“

Mark Twain , Schriftsteller, 1893

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Steckkarten vor Gericht

Seit Einführung der verbindlichen Schockbilder auf Tabakpackungen vor zwei Jahren behelfen sich viele Einzelhändler mit Steckkarten in ihren Regalen, auf denen die jeweilige Marke mit Logo deutlich sichtbar ist. Diese ist nämlich gerade aus der Entfernung deutlich schwerer zu erkennen, da der Hersteller gemäß TPD 2 der EU nur noch eine Minderheit der Fläche seiner eigenen Verkaufspackung selbst gestalten darf. So erleichtern die Karten den Kundenaugen, aber auch dem Händler und seinen Mitarbeitern das Auffinden der gewünschten Sorte. Dass dabei die Ekelbilder verdeckt werden, ist ein angenehmer Nebeneffekt – der aber die Antiraucher auf den Plan gerufen hat. Der Verbraucherzentralen-Bundesverband hat einen Kioskbetreiber deswegen verklagt und ist erstmal gescheitert, und zwar vor dem Landgericht Berlin.

Das Gericht hat sich einer verbreiteten Rechtsauffassung angeschlossen, derzufolge die EU-Vorgaben nur das Produkt und seine Verpackung betreffen, nicht aber den Händlern vorschreiben, wie sie ihre Verkaufsflächen auszugestalten, etwa ihre Regale zu bestücken haben.  Dass die Verbraucherzentralen dagegen rechtlich vorgehen, überrascht nicht, da sie als überwiegend steuergeldfinanzierte Einrichtungen die staatliche Agenda der Raucherbekämpfung übernommen haben. Deshalb ignorieren sie, dass dem Verbraucher die Steckkarten nützen, nicht aber die Bildpropaganda. Statt als Hilfstruppen von Tobacco Control zu agieren, könnten sie mal so tun, als seien sie an echtem Verbraucherschutz interessiert und sich z.B. über das Verbot der Werteangaben auf Tabakverpackungen beschweren.

Kaffeetasse, Mousepad, Beutel

Im Netzwerk-Rauchen-Spendenshop sind neue Produkte erhältlich! Nach dem Schockbilder-Album 2.0 und dem Flussblick-Poster können Sie als Dankeschön für eine kleine Spende nun Mousepads, Kaffeebecher und Leinenbeutel erhalten. Die Kaffeebecher sind aus Keramik und mit zwei unterschiedlichen Slogans zu haben.  Für zu Hause und auf der Arbeit, genau wie die schöne Unterlage für die Computermaus und der nicht nur für Hipster geeignete Tragebeutel.

Einfach hier bestellen, Porto ist inbegriffen.

 

Wir lieben Tabak, ihr hasst ihn. Die Liebe wird siegen.

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